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Orgie im Menschenlabor

Parallel zur EM-Eröffnung gab es am Hans Otto Theater in der vergangenen Woche die Premiere von „Schöne neue Welt“. Das klingt erstmal nach Schullektüre in der Landeshauptstadt. Doch man sollte sich nicht täuschen: Das Regieteam um Alexander Nerlich hat einen an- und aufregenden Theaterabend geschaffen.

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Wo ist Skolimowskis Goldener Bär?

Jerzy Skolimowski ist eine beeindruckender Mann. Mit Sonnenbrille, Hund und Grandezza erschien der Regisseur, Drehbuchautor und Maler vor einer Woche zur Eröffnung von Filmpolska, das ihm in diesem Jahr die Retrospektive widmete. Und im Gespräch mit Knut Elstermann erzählte er auch, was ihn mit Berlin verbindet: Hier wurde er vor fast 50 Jahren einen Goldenen Bären ausgezeichnet, und zwar für „Le Départ“. Die Statue hat er aber nie erhalten. Wo also steckt der Bär? Die Berlinale-Pressestelle weiß mehr — ihre Auskunft könnte Skolimowski enttäuschen.
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The Lure - main photo Robert Pałka

Wild und bonbonfarben

In Gdynia wurde „Sirenengesang“ (Córki Dancingu) 2015 als bestes Regiedebüt ausgezeichnet; beim Sundance Festival gab’s den Spezialpreis der Jury. Zeit also, dass das wilde Meerjungfrauen-Horror-Musical auch in Deutschland zu sehen ist. Zum Glück gibt’s ja Filmpolska.
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Mit Roussel im Karussell

Eine Warnung vorneweg: Wer generell meint, dass zum Theater die Guckkastenbühne mit Vierter Wand zwischen Bühne und Zuschauerraum gehört, der ist bei „Locus Solus“ von vornherein verkehrt. Eine solche Trennung kann es hier auch nicht geben. Denn in Krzysztof Garbaczewskis Inszenierung an der Volksbühne sitzt das Publikum in der Mitte — was vielleicht schon die spannendste Idee an der Inszenierung des polnischen Regisseurs ist.

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Die Kühle der Pariser Nacht


Wieland Speck hatte es ja bereits vermutet: „Paris 05:59“ (im Original „Théo et Hugo dans la même bateau“) kommt bei den Zuschauern an. Später gab’s für den Film den Publikums-Teddy. Und mit Salzgeber hat er nach seinem Berlinale-Screening auch einen Verleih gefunden, dürfte also früher oder später im Kino zu sehen sein und startet mit großer Wahrscheinlichkeit auch seine Tingeltour über die kleineren Festivals. Grund genug, dem Film ein paar mehr Zeilen zu widmen.

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„Wir wollten raus aus dem Ghetto“

Verleihung Friedensfilmpreis 2013Wieland Speck ist schon lange eng mit dem Berlinale-Panorama verbunden. Ab 1982 assistierte er dem Programmleiter Manfred Salzgeber, seit 1992 kuratiert er selbst die Sektion. Gemeinsam mit Salzgeber rief Speck auch den queeren Filmpreis Teddy Awards ins Leben, der in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben wurde. Im Gespräch mit mir blickte Wieland Speck vor ein paar Tagen auf diese 30 Jahre zurück und zog ein erstes Fazit der 66. Berlinale.

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